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Abnehm- und Diabetesspritzen: Studie sieht seltenes Risiko für plötzlichen Sehverlust

Eine US-Auswertung bringt GLP-1-Mittel wie Semaglutid mit einer Durchblutungsstörung des Sehnervs in Verbindung. Das zusätzliche Risiko ist laut den Forschern klein.

Symbolbild: Fertigpen mit dem GLP-1-Wirkstoff Semaglutid (Ozempic)

Symbolbild · Foto: HualinXMN / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Medikamente aus der Gruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid (Ozempic, Wegovy) oder Tirzepatid (Mounjaro, Zepbound) könnten mit einem seltenen Augenproblem zusammenhängen. Das berichtet ein Team der Rutgers University in der Fachzeitschrift „Annals of Internal Medicine“, ScienceDaily meldete die Studie am 15. Oktober. Untersucht wurde die sogenannte ischämische Optikusneuropathie, bei der der Sehnerv zu wenig Blut bekommt. Die Forscher werteten eine große US-Datenbank mit Erwachsenen von 18 bis 65 Jahren mit Typ-2-Diabetes aus, die neu mit einer Diabetes-Therapie begonnen hatten.

Laut der Studie ist das zusätzliche Risiko gering: Auf 10.000 mit GLP-1-Mitteln behandelte Patientinnen und Patienten kamen über 18 Monate etwa drei bis vier zusätzliche Fälle. Am stärksten betroffen waren Männer und 50- bis 65-Jährige. Nach Angaben der Autoren gewinnt etwa ein Drittel der Betroffenen einen Teil des Sehvermögens zurück, meist in den ersten sechs Monaten. Ärzte und Patienten sollten sich „dieses möglichen Zusammenhangs bewusst sein“, sagte Studienleiter Chintan Dave.

Die Studie zeigt einen statistischen Zusammenhang, aber keinen Beweis, dass die Medikamente den Sehnerv schädigen. Unterschiede in den Vorerkrankungen der Patienten könnten einen Teil des Effekts erklären, weitere Forschung sei nötig, betonen die Autoren. Sie raten, plötzliche Sehveränderungen wie Verschwommensehen, Abdunkeln oder fehlende Bereiche im Gesichtsfeld ernst zu nehmen und rasch augenärztlich abklären zu lassen. Wer die Mittel nimmt und Fragen hat, sollte dies mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen und Medikamente nicht eigenmächtig absetzen.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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