Olivenöl in der EU: Nach dem Preisschock zeichnet sich ein weiterer Rückgang ab
Bessere Ernten in Spanien und Griechenland erhöhen das Angebot. Nach einem Plus von rund 78 Prozent zwischen 2021 und 2024 sinken die Preise weiter.

Symbolbild · Foto: ajay_suresh / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Olivenöl dürfte in der EU weiter günstiger werden. Grund sind die erholten Ernten in Spanien und Griechenland, berichtete das bulgarische Portal Fakti.bg am 15. Oktober unter Berufung auf money.bg, das griechische Fachportal cibum.gr und Euronews. Zwischen 2021 und 2024 waren die Preise für Olivenöl in der EU dem Bericht zufolge um rund 78 Prozent gestiegen. 2025 fielen sie um etwa 23 Prozent – der erste Rückgang seit vier Jahren.
Den stärksten Preisrückgang verzeichnete laut Bericht Spanien mit 38,9 Prozent. Dort soll die neue Ernte mehr als 1,5 Millionen Tonnen erreichen, Ende August lagen zudem rund 400.000 Tonnen Lagerbestände vor. In Griechenland werden 300.000 bis 330.000 Tonnen erwartet. In der Saison 2022/23 war die EU-Produktion um 39 Prozent von 2,27 auf 1,39 Millionen Tonnen eingebrochen, was den Preisschub ausgelöst hatte.
Beim Ankauf von Erzeugern kostet natives Olivenöl extra laut Bericht derzeit 3,70 bis 3,90 Euro je Kilo, erwartet wird ein Rückgang auf etwa 3,50 Euro. Auf dem Höhepunkt der Krise waren es rund 9 Euro. Wie schnell niedrigere Erzeugerpreise im Supermarkt ankommen, hängt von Handel und Abfüllern ab. Konkrete Ladenpreise für Bulgarien oder Deutschland nennt der Bericht nicht.
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.
