Hackerangriff auf Berliner Verwaltung: Senat sieht akute Gefahr gebannt
Zwei Monate nach der Cyberattacke der Gruppe Rhysida meldet die Senatskanzlei Entwarnung. Mindestens 1,2 Millionen erbeutete Datensätze bleiben aber im Darknet.

Archivbild · Foto: Michielverbeek / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die akute Bedrohung durch den Hackerangriff auf Teile des Berliner Verwaltungsnetzes ist nach Angaben der Senatskanzlei vorbei. Seit dem 13. August habe es in den untersuchten Bereichen des Landesnetzes keine Angriffe mehr gegeben. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, das Netz dauerhaft zu unterwandern, teilte die Senatskanzlei mit. Zuerst hatte der Tagesspiegel darüber berichtet.
Der mehrtägige Angriff war am 14. August bekannt geworden. Betroffen waren vor allem die Senatsverwaltungen für Verkehr und Umwelt sowie für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Die Hackergruppe Rhysida forderte 30 Bitcoin, umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Der Senat zahlte nicht.
Nach Ablauf des Ultimatums stellte die Gruppe mindestens 1,2 Millionen Datensätze ins Darknet, darunter persönliche und vertrauliche Informationen, die von anderen Kriminellen missbraucht werden könnten. Die erbeuteten Daten werden laut Senatskanzlei weiter ausgewertet, der IT-Schutz wird verstärkt und die Strafverfolgung vorangetrieben.
