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SPD-Abgeordneter Töns fordert Klingbeil zum Verzicht auf den Parteivorsitz auf

Vor der Neuwahl der SPD-Spitze im Januar wächst der Druck auf Finanzminister Klingbeil. Der NRW-Abgeordnete Markus Töns will, dass er nicht wieder antritt. Für die Doppelspitze gilt Schwesig als Favoritin.

Archivbild (2021): Lars Klingbeil

Archivbild · Foto: Michael Lucan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas wird in der SPD offen über die künftige Parteiführung gestritten. Der nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete Markus Töns fordert nach einem Bericht von Table.Briefings, dass Parteichef und Finanzminister Lars Klingbeil beim Parteitag im Januar nicht erneut kandidiert. Die SPD müsse sich wieder auf die Interessen der Partei konzentrieren können, ohne in Konflikt mit der Kabinettsdisziplin zu geraten, argumentiert Töns. Klingbeil hatte beim vergangenen Parteitag nur rund 65 Prozent der Stimmen erhalten und eine erneute Kandidatur bislang weder angekündigt noch ausgeschlossen.

Als wichtigste Kandidatin für den weiblichen Part der Doppelspitze gilt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Auch der mitgliederstarke Landesverband Nordrhein-Westfalen erhebt nach dem Rückzug von Bas Anspruch auf einen Spitzenposten. Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte bereits abgelehnt, für den Vorsitz zu kandidieren.

Die Personaldebatte fällt in eine Phase schwacher Umfragewerte. In den jüngsten Erhebungen von INSA und Forsa kommen die Sozialdemokraten auf 13,5 beziehungsweise 14 Prozent und liegen damit deutlich hinter AfD, Union und Grünen. Die SPD will ihre gesamte Führung um den Jahreswechsel neu wählen.

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