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Burgas: Elf Festnahmen wegen mutmaßlicher Korruption bei Trinkwasser-Aufträgen

Arbeiten an Trinkwasserbehältern sollen nur teilweise oder gar nicht ausgeführt, aber voll bezahlt worden sein. Die Ermittler sprechen von Schäden in Millionenhöhe.

Symbolbild: Rathaus von Burgas (2011)

Symbolbild · Foto: Vammpi / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Bulgariens Hauptdirektion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (GDBOP) hat elf Menschen festgenommen. Sie sollen einer mutmaßlichen kriminellen Vereinigung angehören, die seit Februar 2024 in Burgas und Sofia aktiv gewesen sein und Amtsträgern geholfen haben soll, sich zu bereichern, wie die Nachrichtenagentur BTA unter Berufung auf die Behörde berichtete. Im Mittelpunkt stehen Bau- und Reparaturarbeiten an Behältern für die Trinkwasserversorgung mehrerer Ortschaften.

Nach Darstellung der Ermittler wurden Arbeiten nur teilweise, mangelhaft oder gar nicht ausgeführt, aber abgenommen und vollständig bezahlt. Bei einem Vertrag sollen sich die Zahlungen über Zusatzvereinbarungen für „unvorhergesehene Ausgaben“ verdoppelt haben, bei einem anderen wurde für nie erfolgte Reparaturen gezahlt. Einzelposten waren laut GDBOP stark überteuert – etwa eine Edelstahlleiter für umgerechnet rund 850 Euro und eine PVC-Tür für einen Wasserschacht für rund 1.600 Euro. Die Zahlungen aus den beiden untersuchten Verträgen beliefen sich auf knapp 8 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer.

Die Ermittler durchsuchten sieben Wohnungen, untersuchten 24 Tatorte und befragten 38 Menschen. Sichergestellt wurden mehr als 20.000 Euro in verschiedenen Währungen, Anlagemünzen, Schmuck, Uhren, Dokumente, Elektronik und Munition. BTA erinnert daran, dass ein ehemaliger Direktor des Burgaser Wasserversorgers bereits wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung angeklagt ist und unter Hausarrest steht. Die Ermittlungen dauern an; für alle Betroffenen gilt die Unschuldsvermutung.

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