Netanjahu: Kein neuer Angriff auf Iran vor Israels Wahl am 27. Oktober
Ein Präventivschlag sei „nicht günstig“, sagte der Premier im Armeeradio. Zudem bestätigte er, dass Ägyptens Geheimdienstchef vor dem 7. Oktober in Israel war.

Archivbild · Foto: UK Government / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich gegen einen Präventivschlag auf Iran vor der Parlamentswahl am 27. Oktober ausgesprochen. „Es ist nicht günstig für uns, es ist nicht gut“, sagte er dem Armeeradio. Politische Rivalen hatten ihm vorgeworfen, vor der Wahl eine militärische Konfrontation zu suchen. „Selbst wenn Iran Raketen auf uns abfeuert, werden sie mir die Schuld geben“, sagte Netanjahu. Israel werde hart zurückschlagen, falls es angegriffen werde. Zu einem möglichen Angriff nach der Wahl und zu seinen Gesprächen mit Washington über Iran äußerte er sich nicht.
Die USA und Iran befinden sich seit dem 28. Februar im Krieg, als die USA und Israel Iran angriffen; Israel und Iran haben seit Juni keine Angriffe mehr ausgetauscht. Nach Angaben von „Haaretz“ bestätigte Netanjahu zudem Berichte, wonach Ägyptens damaliger Geheimdienstchef Abbas Kamel rund elf Tage vor dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 heimlich nach Israel geflogen war. Ein Treffen bestritt er: „Er hat sich nicht mit mir getroffen, er hat nicht mit mir gesprochen.“ Laut „The Atlantic“ hatte Kamel vor einem großen Hamas-Angriff gewarnt; Netanjahu hatte Berichte über eine solche Warnung zuvor als „Fake News“ zurückgewiesen.
