Alpen, Arktis, Karibik: Neuer Satellit Sentinel-3C zeigt die Erde in ersten Bildern
Der europäische Erdbeobachtungssatellit Sentinel-3C hat erste Aufnahmen geschickt: verschneite Alpen, vereiste Arktisinseln und türkisfarbene Flachwasser rund um die Bahamas.

Symbolbild · Foto: European Space Agency / Wikimedia Commons, Attribution (zugeschnitten und skaliert)
Der neue europäische Erdbeobachtungssatellit Sentinel-3C hat seine ersten Bilder zur Erde gefunkt. Eine Aufnahme vom 30. September reicht von Süddeutschland über die italienische Halbinsel und Sizilien bis ins südliche Mittelmeer. Zu sehen sind die verschneiten Alpen, die Po-Ebene, Adria und Tyrrhenisches Meer sowie Sardinien. Die Balkanhalbinsel ist teilweise erkennbar, Korsika liegt größtenteils unter Wolken. ScienceDaily berichtete am 12. Oktober über die Bilder.
Ein zweites Bild vom 30. September zeigt den Kanadisch-Arktischen Archipel westlich von Grönland. Viele Inseln sind von Schnee und Eis bedeckt, im offenen Wasser treiben Bruchstücke von Meereis. Die dritte Aufnahme vom 29. September stammt aus der Karibik: Kuba liegt am unteren Bildrand, die Bahamas weiter oben, umgeben von türkisfarbenen Flachwasserzonen. Gerade diese Farben der seichten Gewässer zwischen den Inseln zählen zu den markantesten Ansichten aus dem All.
Neben Kameras trägt Sentinel-3C auch einen Radar-Höhenmesser. Zwischen dem 30. September und dem 4. Oktober vermaß er die Oberfläche des grönländischen Eisschilds, über Atlantik und Mittelmeer die Höhe des Meeresspiegels. Der Satellit gehört zum europäischen Copernicus-Programm und ergänzt die bereits arbeitenden Sentinel-3-Satelliten. Die Europäische Weltraumorganisation ESA veröffentlichte zudem Videos zur Mission.
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