Seit fast einem Monat fehlt in Apotheken ein Brustkrebs-Medikament
Patientinnen finden „Reseligo“ nicht mehr, die Alternative „Zoladex“ wurde von der Erstattungsliste gestrichen. Der Importeur verspricht Lieferungen bis 16. Oktober.

Symbolbild · Foto: Андрей Романенко / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Seit fast einem Monat ist in Bulgariens Apotheken das Medikament „Reseligo“ 3,6 mg nicht erhältlich. Es wird als Erhaltungstherapie bei Brustkrebs eingesetzt und alle 28 Tage verabreicht. Das Mittel unterdrückt weibliche Hormone und wird von der Krankenkasse bezahlt. „Die Onkologen können uns in diesem Fall nicht helfen, weil es nichts gibt, womit man es ersetzen könnte“, sagte eine betroffene Patientin dem Sender bTV. Das Präparat „Zoladex“ mit demselben Wirkstoff war im August von der Positivliste gestrichen worden; die Gesundheitsbehörden geben an, über einen Verkaufsstopp nicht informiert worden zu sein.
Laut Importeur ist der Engpass vorübergehend und auf eine höher als erwartete Nachfrage zurückzuführen. Nikolaj Kostow, Vorsitzender des Verbands der Apothekeninhaber, sagte, „Zoladex“ sei die wichtigste Alternative gewesen, und die Hersteller seien „auf einen so plötzlichen Anstieg der Nachfrage einfach nicht vorbereitet“ gewesen. Der Importeur versichert, das Medikament werde bis 16. Oktober wieder in den Apotheken sein. Das Gesundheitsministerium kündigte bis Freitag mindestens 8.000 Packungen an; eine Lieferung von „Zoladex“ werde für die kommende Woche erwartet.
