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Entwaldung 2025: Über 7 Millionen Hektar Wald verloren – Afrika holt auf

Das Forest Declaration Assessment meldet 15 Prozent weniger Entwaldung als 2024. Doch die Welt liegt rund 70 Prozent hinter dem Pfad zum Entwaldungsstopp bis 2030.

Symbolbild: Für eine Ölpalmenplantage gerodeter Regenwald in Sabah auf Borneo

Symbolbild · Foto: T. R. Shankar Raman / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Weltweit sind 2025 gut 7 Millionen Hektar Wald gerodet oder zerstört worden – rund 15 Prozent weniger als 2024. Das geht aus dem am 13. Oktober veröffentlichten Forest Declaration Assessment 2026 hervor, einer jährlichen Bewertung durch ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschenden, zu deren Autoren das Beratungsunternehmen Climate Focus gehört. Der Bericht prüft das Versprechen von mehr als 140 Staaten auf der Klimakonferenz in Glasgow 2021, die Entwaldung bis 2030 zu beenden. Demnach liegt die Welt rund 70 Prozent neben dem Kurs; seit 2021 übersteigen die Verluste den nötigen Pfad um 10,7 Millionen Hektar.

Entwaldung gilt als wichtiger Treiber des Klimawandels, weil gerodete Wälder kein CO2 mehr aufnehmen. Regional verschiebt sich das Bild: Im tropischen Lateinamerika gingen etwa 2,5 Millionen Hektar verloren – 33 Prozent weniger als im Basiszeitraum 2018–2020. Im tropischen Afrika, zu dem das Kongobecken gehört, stiegen die Verluste dagegen auf rund 2,4 Millionen Hektar. Der Verlust feuchter tropischer Primärwälder sank nach dem Brandjahr 2024, liegt aber noch 11 Prozent über dem Basiswert. Die Schädigung tropischer Feuchtwälder ging um 34 Prozent auf 3,5 Millionen Hektar zurück, nahm in Afrika aber zu.

Die Autoren warnen davor, den Fortschritt zu überschätzen. „Diese Erfolge bleiben die Ausnahme, nicht die Regel“, sagt Ivan Palmegiani von Climate Focus. Seine Kollegin Erin Matson sieht den Rückgang als „Ausnahme und keinen neuen Trend“, weil das Grundproblem nicht verschwunden sei. In Brasilien sanken die Entwaldungswarnungen im Amazonas zwischen August 2025 und Juli 2026 laut Climate Policy Initiative um 36 Prozent. Der Bericht ist keine begutachtete Fachstudie, sondern eine Bewertung zivilgesellschaftlicher Organisationen und Forschender.

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