Netflix streicht rund 1.000 Stellen – größte Entlassungsrunde seit 2022
Der Streamingdienst baut etwa sechs Prozent seiner Belegschaft ab, vor allem in Technik, Personal und Recht. Grund ist das langsamere Wachstum, die Jahresprognose bleibt bestehen.

Foto: Coolcaesar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Netflix baut weltweit rund 1.000 Arbeitsplätze ab, etwa sechs Prozent der Belegschaft. Das Unternehmen bestätigte die Pläne am Mittwoch gegenüber dem Techportal TechCrunch. Ende 2025 hatte Netflix laut Geschäftsbericht rund 16.000 Vollzeitbeschäftigte. Betroffen sind vor allem die Bereiche Technologie, Produktentwicklung, Personalwesen und Recht. Laut retail-news ist es die größte Entlassungsrunde bei dem Konzern seit 2022.
Die beiden Co-Chefs Greg Peters und Ted Sarandos begründeten den Schritt nach Angaben des Branchenblatts Variety in einer internen Mail mit dem schwächeren Wachstum. Das Unternehmen müsse diszipliniert sein und Prioritäten setzen. Sarandos hatte schon vor Wochen gesagt, Netflix wachse langsamer, als ihm lieb sei. In wachstumsstarke Bereiche will der Konzern weiter investieren, die Finanzprognose für 2026 bleibt bestehen.
Die Aktie gab laut der Finanznachrichtenagentur AWP im US-Handel in einem schwachen Markt 1,3 Prozent nach. Im Bieterwettstreit um das Studiogeschäft von Warner Bros. Discovery war Netflix zuvor Paramount unterlegen. Welche Länder und Standorte betroffen sind, ist noch offen. Seine Quartalszahlen legt Netflix in der kommenden Woche vor.
