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Maschinenbau wird zuversichtlicher – aber mehr als 30 Prozent planen Jobabbau

Laut einer VDMA-Umfrage bewerten 34 Prozent der Firmen ihre Lage als gut. Mehr als 30 Prozent sehen sich aber zum Stellenabbau gezwungen. Seit 2019 fielen rund 100.000 Jobs weg.

Titelgrafik: Maschinenbau wird zuversichtlicher – aber mehr als 30 Prozent planen Jobabbau

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Die Stimmung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hellt sich auf. In einer Umfrage des Branchenverbands VDMA unter fast 800 Unternehmen Anfang Oktober bewerteten 34 Prozent ihre aktuelle Lage als gut oder sehr gut, nach 28 Prozent im Juli. 22 Prozent nannten sie schlecht oder sehr schlecht. Für die kommenden sechs Monate erwarten 33 Prozent eine Verbesserung (Juli: 25 Prozent), nur 10 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Rückenwind kommt nach VDMA-Angaben aus kleineren Kundenbranchen wie Verteidigung, Luft- und Raumfahrt und Medizintechnik; die Elektro- und Elektronikindustrie profitiert von hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz. Schwierig bleibt das Geschäft mit der Chemie, die Krise der Autoindustrie belastet Robotik und Automation. 57 Prozent der Firmen erwarten in diesem Jahr ein nominales Umsatzplus, 62 Prozent im nächsten. Real rechnet der Verband für 2026 mit einem Produktionsrückgang um 2 Prozent – dem vierten Minusjahr in Folge – und für 2027 mit 3 Prozent Wachstum. Im August lagen die realen Auftragseingänge 5 Prozent unter dem Vorjahr.

Beim Personal hält der Abbau an: Mehr als 30 Prozent der Betriebe sehen sich gezwungen, Stellen zu streichen, 18 Prozent wollen einstellen, 52 Prozent erwarten eine stabile Stammbelegschaft. VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt sieht Grund für „vorsichtigen Optimismus“, das Umfeld bleibe wegen geopolitischer Krisen, starker Konkurrenz aus China und hoher Kosten in Deutschland aber schwierig. „Seit 2019 sind im Maschinen- und Anlagenbau rund 100.000 Stellen am Standort Deutschland weggefallen“, sagte er.

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