Pumpspeicherwerk Tschaira: Haushalt 2027 soll Bürgschaft bis 228 Mio. Euro ermöglichen
Die Regierung will im Haushaltsentwurf eine Staatsgarantie für einen NEK-Kredit ermöglichen. Damit soll der Stausee Jadeniza zum Ausbau des Pumpspeicherkraftwerks entstehen.

Symbolbild · Foto: Dr.G.Schmitz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die bulgarische Regierung hat am Mittwoch beschlossen, im Entwurf des Staatshaushalts 2027 die Möglichkeit einer Staatsgarantie von bis zu 228.086.452 Euro für die staatliche Nationale Elektrizitätsgesellschaft NEK vorzusehen. Damit soll ein Kredit für den Ausbau des Pumpspeicherkraftwerks Tschaira abgesichert werden, wie das Energieportal 3e-news berichtete. Ausgestellt ist die Garantie noch nicht; sie muss die EU-Regeln für staatliche Beihilfen einhalten.
Geplant ist, das Volumen des Unterbeckens des Kraftwerks zu vergrößern. Dazu gehören der Bau des Stausees Jadeniza und ein umkehrbarer Druckstollen zum Stausee Tschaira. Laut dem Regierungsbeschluss ist das Vorhaben weit vorbereitet und von der EU als Projekt von gemeinsamem Interesse Nr. 2.21 eingestuft, bestätigt durch die Delegierte Verordnung (EU) 2026/764. Pumpspeicherkraftwerke speichern Energie, indem sie Wasser bergauf pumpen, und erzeugen bei Bedarf Strom.
Bevor die Garantie ausgestellt wird, muss der Energieminister nachweisen, dass NEK „kein Unternehmen in Schwierigkeiten“ ist und den Kredit bedienen kann. Neue Investitionsprojekte, die mit Staatskrediten finanziert werden, will die Regierung 2027 nicht genehmigen. In derselben Sitzung bewilligte das Kabinett knapp 5,6 Millionen Euro für Wissenschaftsprogramme, darunter Kerntechnik und kritische Rohstoffe, sowie rund 13,1 Millionen Euro für den staatlichen Agrarfonds.
