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Wadephul: Deutschland unterstützt volle Aufklärung der Angriffe im Schwarzen Meer

Außenministerin Welislawa Petrowa in Berlin: Bulgarien will mit der Türkei und Rumänien ein Moratorium für Angriffe auf Handelsschiffe. Nato-Artikel 4 hält sie für wenig hilfreich.

Archivbild: Johann Wadephul, 2014

Archivbild · Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Deutschland unterstützt Bulgariens Forderung nach einer vollständigen Untersuchung der Drohnenangriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer. Das sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul nach einem Treffen mit seiner bulgarischen Amtskollegin Welislawa Petrowa am 14. Oktober in Berlin, einen Tag nach neuen Angriffen in unmittelbarer Nähe der bulgarischen Hoheitsgewässer. „Wir stehen an Ihrer Seite, wenn es darum geht, diese Fälle aufzuklären und zu untersuchen“, sagte Wadephul laut BNT. Die Einbestellung der russischen Botschafterin in Sofia nannte er „das richtige Signal“; er dankte Bulgarien für die schnelle Rettung der Seeleute.

Petrowa kündigte an, Bulgarien werde gemeinsam mit der Türkei und Rumänien auf ein Moratorium für Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer hinarbeiten. Auf die Frage nach Konsultationen gemäß Artikel 4 des Nato-Vertrags sagte sie, Bulgarien habe die Verbündeten informiert und um Unterstützung gebeten. Eine Aktivierung von Artikel 4 würde in der derzeitigen Lage aus ihrer Sicht nur das Gefühl noch größerer Unsicherheit erzeugen.

Die beiden Minister sprachen auch über das Zentrum für Schwarzmeersicherheit, das Bulgarien mit Rumänien aufbaut, mit Standorten in Warna und Constanța. Petrowa hofft auf Geld dafür im nächsten mehrjährigen EU-Finanzrahmen. Wadephul verwies auf die Initiative „Sky Shield“, um Lücken in der Luftverteidigung zu schließen. „Wir sitzen in einem Boot, und wir alle sind im Visier des Gegners“, sagte er. Petrowa bezeichnete Systeme zur Drohnenabwehr als langfristige Investition.

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