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Radew: Bulgarien und Ukraine könnten Atomreaktoren gemeinsam in Belene bauen

Sofia hat Kiew vorgeschlagen, die Reaktoren für Belene gemeinsam am bulgarischen Standort zu errichten – mit Unterstützung von EU und USA. Die Ukraine nimmt den Vorschlag laut Radew ernst.

Archivbild: Gelände des AKW Belene mit Baukränen, 2012

Archivbild · Foto: Ajrocket1 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bulgarien hat der Ukraine vorgeschlagen, die Reaktoren für das Atomkraftwerk Belene gemeinsam am bulgarischen Standort zu bauen. Das sagte Ministerpräsident Rumen Radew bei einer Anhörung im Parlament, wie das Energieportal 3e-news am Mittwoch unter Berufung auf die Nachrichtenagentur BTA berichtete. Die Ukraine wolle die Reaktoren weiterhin kaufen; Sofia habe angeboten, das Projekt mit Unterstützung von EU und USA gemeinsam umzusetzen, „da sie die Technologie für die Installation dieser Reaktoren haben“.

Radew begründete die Wahl des Standorts mit der Sicherheit: „Denn in Belene können wir die Sicherheit und den sicheren Betrieb dieses Kernkraftwerks garantieren.“ Besprochen hatte er das Thema in Sofia mit Kyrylo Budanow, dem Leiter des ukrainischen Präsidialamts. Auf dessen ausdrücklichen Wunsch war das Treffen aus Sicherheitsgründen nicht vorab angekündigt worden. Budanow wolle den Vorschlag mit der US-Seite besprechen, die Ukraine nehme ihn ernst, sagte Radew.

Bulgarien erwarte weitere Informationen, die Gespräche würden mit der nötigen Diskretion geführt, sagte der Regierungschef. Angaben zu Kosten, Zeitplan oder Zahl der Reaktoren enthält der Bericht nicht. Die Ukraine hatte Interesse an der für Belene vorgesehenen Ausrüstung signalisiert; offen ist, ob sie nun in Bulgarien statt in der Ukraine zum Einsatz kommen könnte.

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