Fed-Konjunkturbericht: Teures Öl belastet alle Regionen – KI bremst Einstellungen
Das Beige Book der US-Notenbank zeigt schwaches Wachstum und stabile Beschäftigung. In vier Bezirken zog der Preisauftrieb an, in fünf halten Firmen nach KI-Investitionen Stellen knapp.

Symbolbild · Foto: Federalreserve / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Die US-Wirtschaft wächst nur verhalten, der Preisdruck nimmt dagegen zu. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht „Beige Book“ der Federal Reserve hervor, der Einschätzungen aus den zwölf regionalen Fed-Bezirken bündelt. Nur zwei Bezirke meldeten ein moderates Wachstum, die meisten ein leichtes oder bescheidenes Plus, drei keine nennenswerte Veränderung. Die Konsumausgaben blieben in den meisten Bezirken weitgehend stabil; in mehr als der Hälfte wurden sie vor allem von einkommensstarken Haushalten getragen.
Bei den Preisen beschrieben drei Bezirke den Anstieg als kräftig, acht als moderat; in vier Bezirken habe sich das Tempo beschleunigt. „Höhere Ölpreise durchzogen die Berichte aller Bezirke“, heißt es in dem Bericht. Firmen klagten über teuren Diesel, Treibstoffzuschläge würden entlang der Lieferketten weitergegeben. Auch Zölle, andere Rohstoffe und Versicherungen sorgten für anhaltenden Preisdruck, die Unsicherheit über Zölle und Energie bleibe hoch.
Am Arbeitsmarkt meldeten die meisten Bezirke kaum Veränderungen bei der Gesamtbeschäftigung. Fachkräfte, Techniker und Handwerker blieben jedoch knapp. In fünf Bezirken berichteten Unternehmen, sie hätten nach Investitionen in Künstliche Intelligenz Personal abgebaut, Einstellungen aufgeschoben oder rechneten mit weniger neuen Stellen. Der Bericht erschien am selben Tag, an dem die Inflationsdaten eine Beschleunigung auf 3,7 Prozent im September zeigten.
