US-Inflation steigt auf 3,7 Prozent – Benzin binnen eines Monats 9,1 Prozent teurer
Die Verbraucherpreise in den USA legten im September um 0,6 Prozent zum Vormonat zu. Nach den Daten wetten die Märkte verstärkt auf eine weitere Zinserhöhung der Fed noch im Oktober.

Symbolbild · Foto: Rick Obst / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Inflation in den USA hat sich im September weiter beschleunigt. Nach Angaben des Arbeitsministeriums vom Mittwoch lagen die Verbraucherpreise um 3,7 Prozent über dem Vorjahresniveau, nach 3,4 Prozent im August. Zum Vormonat betrug das Plus 0,6 Prozent. Die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel stieg von 2,4 auf 2,6 Prozent; im Monatsvergleich lag sie wie im August bei 0,3 Prozent.
Haupttreiber war Benzin: Laut Axios verteuerte es sich binnen eines Monats um 9,1 Prozent, nach 3,9 Prozent im August. Flugtickets kosteten wegen höherer Kerosinpreise 1,2 Prozent mehr als im Vormonat und 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Wohnkosten stiegen um 0,4 Prozent, die Lebensmittelpreise blieben unverändert. Die Regierung von Präsident Trump hatte zuvor Beschränkungen für steuerfreien Diesel vorübergehend gelockert und einige Sanktionen gegen russischen Kraftstoff aufgehoben, um das Dieselangebot zu erhöhen.
Nach dem Bericht stieg die an den Märkten eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober laut dem Instrument CME FedWatch von 22 auf 44 Prozent. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen sprang um 12 Basispunkte. In der Fed ist der Kurs umstritten: Clevelands Fed-Chefin Beth Hammack verweist auf Preisdruck auch jenseits der Energie, etwa durch Zölle; Gouverneur Christopher Waller sieht dagegen schon in den höheren Anleiherenditen eine Bremse für die Wirtschaft. Die Daten sind auch Grundlage für die Rentenanpassung 2027.
