Matusadona am Karibasee: Simbabwes Wildnis gibt einen neuen Dinosaurier frei
Am Ufer des Karibasees im Matusadona-Nationalpark haben Forscher eine 210 Millionen Jahre alte Dinosaurierart beschrieben. Die Fundstellen entdeckte ein Safari-Camp-Manager.

Foto: Musemburid / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Matusadona-Nationalpark in Simbabwe liegt am Ufer des Karibasees. Nun ist er auch Schauplatz eines paläontologischen Fundes: Forschende haben eine neue Dinosaurierart beschrieben und sie nach dem Park Musango matusadonaensis genannt. Die Fossilien stammen vom Ufer des Flusses Nyamasango nahe der Insel Musango. Darüber berichtete ScienceDaily am 13. Oktober unter Berufung auf einen Beitrag von Paul Barrett vom Natural History Museum in London im Portal The Conversation.
Das Tier lebte vor rund 210 Millionen Jahren in der späten Trias. Es gehörte zu den Sauropodomorphen, aus denen später langhalsige Riesen wie der Diplodocus hervorgingen. Den Forschern zufolge lief es auf zwei Beinen, war etwa 4,5 Meter lang und wog rund 220 Kilogramm. Der Schädel fehlt, daher ist unklar, wovon es sich ernährte. Die Funde deuten auf ein „überraschend eigenständiges prähistorisches Ökosystem“ hin, das sich von dem in Südafrika unterschied.
Entdeckt hat die Fundstellen der Safari-Camp-Manager Steve Edwards. Bei Expeditionen in den Jahren 2017 und 2018 nutzten die Forschenden, darunter ein Team um Jonah Choiniere von der Witwatersrand-Universität, ein Hausboot auf dem See als Basis. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Region damals näher am Äquator lag und Klimaunterschiede die Dinosaurierpopulationen voneinander trennten.
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