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Rumänien schlägt Bulgarien gemeinsames Militärkommando im Schwarzen Meer vor

Verteidigungsminister Radu Miruță will einen gemeinsamen Brief an die Nato. Das Kommando soll zwischen den Anrainern rotieren, Bukarest will es ab 2028 übernehmen.

Symbolbild: Kadetten der Marineakademie bei der Parade zum Tag der Marine in Constanța, Rumänien

Symbolbild · Foto: U.S. Army Reserve photo by Sgt. Alex Romanack / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Rumäniens Verteidigungsminister Radu Miruță hat seinem bulgarischen Amtskollegen einen gemeinsamen Brief an die Nato-Führung vorgeschlagen. Darin sollen beide Länder ein gemeinsames Militärkommando der Schwarzmeer-Anrainerstaaten fordern. Das teilte Miruță auf Facebook mit, wie die bulgarische Nachrichtenagentur BTA unter Berufung auf die rumänische Agentur Agerpres berichtete. Nach eigenen Angaben telefonierte er nach den jüngsten Vorfällen im Schwarzen Meer mit dem bulgarischen Minister. Eine Reaktion des bulgarischen Verteidigungsministeriums wird in dem Bericht nicht zitiert.

Nach dem Vorschlag sollen Führung und Sitz des Kommandos zwischen den Anrainern rotieren. Rumänien sei bereit, es zu leiten und ab 2028 an der eigenen Schwarzmeerküste anzusiedeln. Bis dahin könnte das Kommando an der türkischen Küste arbeiten, besetzt mit rumänischen und bulgarischen Offizieren. „Das Schwarze Meer braucht ein gemeinsames Militärkommando der Anrainerstaaten“, schrieb Miruță. Als Gründe, sofort zu handeln statt abzuwarten, nannte er Drohnen, gesunkene Schiffe und Seeminen.

Drohnenvorfälle in der Luft und auf See könnten nicht mehr als isolierte nationale Probleme behandelt werden, so der Minister. Er brachte sie mit den wiederholten russischen Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur in Verbindung, die aus seiner Sicht Risiken für die Nachbarländer schaffen und offenbar die Reaktionsfähigkeit auf nationaler und Bündnisebene testen sollen. Am Abend des 14. Oktober ließ Rumänien zwei F-16-Kampfjets aufsteigen, weil eine Drohne kurz in seinen Luftraum eingedrungen war.

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