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Mindestlohn von 660 Euro ab 2027: Regierung legt Entwurf vor

Das Plus beträgt 6,4 Prozent oder knapp 40 Euro. Der Betrag bleibt unter der Obergrenze von 672,80 Euro, die das Sozialministerium als Ziel genannt hatte.

Die bulgarische Regierung will den monatlichen Mindestlohn zum 1. Januar 2027 auf 660 Euro anheben. Der Verordnungsentwurf wurde am Abend des 14. Oktober zur öffentlichen Konsultation veröffentlicht. Gegenüber den derzeit 620,20 Euro bedeutet das ein Plus von 39,80 Euro oder 6,4 Prozent. Der Mindeststundenlohn läge bei 3,98 Euro, gerechnet mit einem Achtstundentag und einer Fünftagewoche. Nach Daten für das zweite Quartal 2026 arbeiten rund 462.150 Menschen in Vollzeit zum Mindestlohn.

Der Betrag liegt unter der Obergrenze von 672,80 Euro, die die neue Formel im Arbeitsgesetzbuch ergibt. Sozialministerin Natalia Efremowa hatte zunächst erklärt, ihr Ressort strebe das Maximum an. Der Entwurf entspricht nun aber der Zahl, die Vizepremier Galab Donew im Haushaltsrahmen für 2027 vorgesehen hatte. Nach Berechnung von Mediapool wäre der Mindestlohn nach der alten, inzwischen abgeschafften Methode um mehr als 30 Euro höher ausgefallen. Die Dreijahresprognose sieht 680 Euro für 2028 und 710 Euro für 2029 vor.

Am selben Tag billigte das Kabinett auch Änderungen an der Lohnverordnung. Demnach legt die Regierung jedes Jahr bis zum 15. August eine Spanne für das Folgejahr fest: vom aktuellen Mindestlohn bis zu einer Obergrenze, die sich aus vier Kriterien ergibt – Kaufkraft, allgemeines Lohnniveau, Lohnwachstum und Arbeitsproduktivität. Dimitar Manolow, Chef des Gewerkschaftsbunds „Podkrepa“, kritisierte, dass die Regierung ihre Pläne für drei Jahre im Voraus veröffentlicht habe. Maria Mintschewa vom Arbeitgeberverband BSK nannte 660 Euro die Mitte zwischen den Forderungen von Arbeitgebern und Gewerkschaften.

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