Razzia in Kostinbrod: Ehemaliger DPS-Abgeordneter festgenommen
Ermittelt wird wegen mutmaßlichen Missbrauchs öffentlicher Aufträge im Wassersektor. Laut BNT-Quellen hängt der Fall mit der sogenannten Burgas-Affäre zusammen.

Symbolbild · Foto: Apostelgreek2 / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
Bei einer Razzia der Hauptdirektion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (GDBOP) in Kostinbrod nahe Sofia ist am 14. Oktober ein ehemaliger Parlamentsabgeordneter der Partei DPS festgenommen worden. Die Aktion richtet sich gegen mutmaßlichen Missbrauch von Geldern aus öffentlichen Aufträgen im Wasser- und Abwassersektor. Nach Angaben der Ermittler wurden vor Ort Geld, teure Gegenstände und Luxushäuser gefunden, die für die Ermittlungen von Interesse seien. Konkrete Summen wurden nicht genannt; offizielle Erklärungen von Staatsanwaltschaft oder Innenministerium lagen bis zur Veröffentlichung des BNT-Berichts nicht vor.
Nach Informationen aus Quellen des Senders BNT ist die Aktion eine Fortsetzung der Ermittlungen zur sogenannten Burgas-Affäre im Wassersektor. In diesem Verfahren war zuvor bereits ein regionaler DPS-Vorsitzender festgenommen und angeklagt worden. Laut Staatsanwaltschaft sollen Wasserzähler manipuliert worden sein, sodass bestimmte Immobilien offiziell deutlich weniger für Wasser zahlten als eigentlich fällig. Für die Festgenommenen gilt die Unschuldsvermutung.
