Starlink drosselt Terminals in der Ukraine – Sikorski fragt Musk nach Politik
Laut Kiew hat SpaceX die Militärversion von Starlink oberhalb von 160 km/h abgeschaltet. Polen, das die Abos bezahlt, verlangt von Elon Musk eine Erklärung.

Symbolbild · Foto: Support Forces of Ukraine Command / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
SpaceX hat nach ukrainischen Angaben für einen Teil der Starlink-Terminals in der Ukraine eine Geschwindigkeitsgrenze eingeführt. „Heute Nacht hat SpaceX eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Starlink-Terminals in Bewegung eingeführt“, schrieb Serhij Beskrestnow, Technologieberater von Präsident Selenskyj. Laut Reuters funktioniert die Militärversion oberhalb von 160 km/h nicht mehr; nach Beskrestnows Worten wurden mehrere Einsätze gestört. Die Ukraine sei nicht vorgewarnt worden; Beskrestnow brachte die Einschränkung mit der politischen Lage in Verbindung.
Polens Vizepremier und Außenminister Radosław Sikorski fragte Elon Musk in sozialen Medien, ob er mit Starlink „Politik macht“. Polen bezahlt das Starlink-Abonnement der Ukraine. Musk hatte 2025 erklärt, die Front würde zusammenbrechen, wenn er Starlink abschalte. Eine Stellungnahme von SpaceX zur Drosselung lag in den ausgewerteten Berichten nicht vor. Der Vorgang fällt in eine Phase wachsenden US-Drucks: Selenskyj sagte dem Sender NPR, die Trump-Regierung habe gewarnt, den Austausch von Geheimdienstinformationen zu kappen, falls die Ukraine ihre Langstrecken-Drohnenangriffe auf russische Raffinerien nicht einstelle. Trump erklärte, die USA „teilen Geheimdiensterkenntnisse“.
