Vorwürfe gegen Botschafterin Guilfoyle: Trump und Rubio erwägen Abberufung
Die US-Botschafterin in Athen soll laut „Wall Street Journal“ Geschenke angenommen und einen Spender um Begleichung einer Kreditkartenrechnung gebeten haben. Ihre Anwälte weisen das zurück.

Archivbild · Foto: U. S. Embassy & Consulate in Greece / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio erwägen nach Angaben eines ranghohen US-Regierungsvertreters, die Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, zu entlassen. Beide seien über Berichte zu ihrem Verhalten äußerst verärgert, sagte der Vertreter der Nachrichtenagentur AP. Eine Entscheidung werde voraussichtlich nach dem Feiertag Columbus Day an diesem Montag fallen.
Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, Guilfoyle habe einen griechischen Regierungsvertreter bedroht, unzulässige Geschenke und Leistungen angenommen und vor ihrer Anhörung im Senat einen Trump-Spender gebeten, eine Kreditkartenrechnung über 100.000 Dollar zu bezahlen – im Gegenzug soll sie Zugang zu Regierungsvertretern in Aussicht gestellt haben. Nach Angaben eines zweiten Vertreters befasst sich der Generalinspekteur des Außenministeriums mit den Vorwürfen; ob ein förmliches Verfahren läuft, ist unklar.
Guilfoyles Anwälte David Schwartz und Jesse Binnall weisen jedes Fehlverhalten zurück: Das Geld sei eine ausstehende Zahlung für Auftritte aus der Zeit vor ihrer Nominierung gewesen, Privatflüge hätten den Vorgaben des Ministeriums entsprochen. Rubio hatte sie bei seinem Besuch in Athen noch als „starke Botschafterin“ bezeichnet. Die Demokraten Gregory Meeks, Jeanne Shaheen und Robert Garcia fordern eine Untersuchung.
