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Glücklich ohne Partner: Langzeitstudie zeigt, dass die meisten Singles zufrieden bleiben

Forscher werteten elf Jahre lang Daten von 2.930 dauerhaft partnerlosen Erwachsenen aus Deutschland aus. Rund 90 Prozent blieben mit ihrem Leben insgesamt zufrieden.

Ein Wanderer steht allein an einer Felsküste, von hinten gesehen (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Bureau of Land Management / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Wer lange ohne festen Partner lebt, ist deshalb nicht automatisch unglücklich. Das legt eine Langzeitstudie von Elaine Hoan (Universität Toronto), Geoff MacDonald und Matthew D. Johnson nahe, die in der Fachzeitschrift „Personality and Social Psychology Bulletin“ erschienen ist; das Fachportal PsyPost berichtete am 11. Oktober darüber. Grundlage sind Daten des deutschen Familienpanels: 2.930 Erwachsene, die von 2009 bis 2021 in allen elf jährlichen Befragungen nie verheiratet waren und keinen festen Partner hatten. Untersucht wurden drei Jahrgangsgruppen mit einem Startalter von etwa 18, 26 und 36 Jahren.

In jeder Gruppe lagen rund 90 Prozent der Befragten über die gesamten elf Jahre oberhalb der Skalenmitte für Lebenszufriedenheit. Bei den Jüngeren holten jene, die zunächst niedriger lagen, im Lauf der Zeit auf. Mit dem Single-Sein selbst waren etwa zwei Drittel der Jüngsten durchgehend sehr zufrieden; bei den beiden älteren Gruppen waren es rund 30 beziehungsweise 37 Prozent, während etwa 12 beziehungsweise 18 Prozent unzufrieden blieben. Rund 47 Prozent der jungen Erwachsenen äußerten einen starken Partnerwunsch. Am besten ging es Menschen, die extravertierter und emotional stabiler waren, eine höhere Bildung hatten und Vollzeit arbeiteten – laut Hoan ein Hinweis darauf, dass ein höherer sozioökonomischer Status wichtig für ein gelingendes Single-Leben ist.

Die Autoren weisen selbst auf Grenzen hin: Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie, Ursachen lassen sich daraus nicht ableiten. Die Daten stammen nur aus Deutschland, die ältesten Teilnehmenden waren am Ende Ende 40. Als „Single“ zählten auch Menschen mit kurzen Affären, und bei den Ältesten erfüllten nur 14 Prozent der ursprünglichen Gruppe die strengen Kriterien. Eine frühere Auswertung derselben Daten, die von einem einheitlichen Verlauf für alle ausging, hatte noch eine sinkende Zufriedenheit nahegelegt. Angaben zur Finanzierung enthält der Bericht nicht.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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