Ceuta: Polizei räumt letztes Migrantencamp vor Besuch des Königspaars
Rund 400 Menschen lebten zuletzt am Strand von Guano. Am Dienstag besuchen König Felipe VI. und Königin Letizia die spanische Exklave in Nordafrika.

Symbolbild · Foto: MONUMENTA / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die spanische Polizei hat am Sonntag das Lager am Strand von Guano in der Exklave Ceuta geräumt, laut Euronews das letzte verbliebene Migrantencamp der Stadt. Der Einsatz von Nationalpolizei, Guardia Civil, Bereitschaftseinheiten und Lokalpolizei begann kurz nach 8 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich dort noch etwa 400 Menschen auf; einige flohen in die umliegenden Hügel. Angetroffene Minderjährige wurden getrennt von den Erwachsenen untergebracht.
Die Menschen wurden mit Bussen zur Registrierung in das Zentrum für die vorübergehende Aufnahme von Ausländern (CATE) gebracht und anschließend in staatliche Lager verlegt. Ende Juli waren nach Euronews-Angaben mehr als 70.000 Menschen irregulär aus Marokko nach Ceuta gelangt. Während des Bestehens des Lagers kamen zwei Menschen ums Leben; zudem entwickelte sich dort eine Art Parallelwirtschaft mit Straßenmärkten. Aufräumtrupps entfernten Zelte und Müll. Umweltexperten sollen nun die erheblichen Schäden am Strand begutachten.
Zwei Tage nach der Räumung, am Dienstag, werden König Felipe VI. und Königin Letizia in Ceuta erwartet. Sie wollen an einer Gedenkfeier für die Menschen teilnehmen, die bei der Massenüberquerung am Grenzübergang Tarajal im Meer ums Leben kamen, und anschließend nach Melilla weiterreisen. Es ist die erste Übernachtung eines spanischen Monarchen in Ceuta seit den Besuchen von Alfons XIII. in den Jahren 1904 und 1927.
