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Studie: Hitze und Dürre zugleich drücken Weizenerträge im Schnitt um 13 Prozent

Ein verfeinertes Pflanzenmodell zeigt, wie stark Extremwetter die weltweite Weizenernte trifft. Bewässerung hilft – doch ihre Schutzwirkung hat laut den Forschern im Lauf der Zeit nachgelassen.

Symbolbild: Mähdrescher bei der Weizenernte in Deutschland

Symbolbild · Foto: Michael Gäbler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Ein chinesisches Forschungsteam um Yuchuan Luo (Southwest University), Zhao Zhang (Beijing Normal University) und Fulu Tao (Chinesische Akademie der Wissenschaften) hat in der Fachzeitschrift „Nature Food“ (8. Oktober) untersucht, wie Dürren und Hitzewellen die Weizenerträge weltweit beeinflussen. Die Forscher verbesserten dafür ein Pflanzenwachstumsmodell und berechneten die Erträge in einem Raster von zehn Kilometern. Für den Zeitraum 1981 bis 2015 verbesserte ihr Modell nach eigenen Angaben die Güte bei der Nachbildung von Ernteverlusten gegenüber einem Ensemble mehrerer Modelle: um 30 Prozent bei Dürren, 20 Prozent bei Hitzewellen und 7 Prozent bei kombinierten Ereignissen.

Nach den Berechnungen sanken die Weizenerträge bei Dürren im globalen Mittel um 9,7 Prozent, bei Hitzewellen um 5,8 Prozent. Treten Hitze und Trockenheit gemeinsam auf, beträgt der Verlust 13,3 Prozent. Bewässerung gleicht einen Teil dieser Einbußen aus, ihre Schutzwirkung hat jedoch nach Angaben der Autoren mit der Zunahme der Extreme im Lauf der Zeit abgenommen. Weizen ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Welt. Einordnung: Es handelt sich um eine Modellstudie. Die zentralen Zahlen stammen aus Simulationen, die mit Ertragsstatistiken, Satellitendaten zu Weizenerträgen, Wetterstationen und einer Katastrophendatenbank abgeglichen wurden. Unsicherheitsbereiche für die Verlustwerte werden in der Zusammenfassung nicht genannt. Die Verlustwerte beziehen sich auf den Zeitraum 1981 bis 2015.

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