Portugal: Tausende protestieren gegen hohe Mieten und niedrige Löhne
In Lissabon und Porto gingen Menschen gegen steigende Lebenshaltungskosten auf die Straße. Als Vorbild nennen viele die Wohnungsproteste im Nachbarland Spanien.
Foto: Berthold Werner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
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In Portugal sind am Wochenende Tausende Menschen gegen steigende Lebenshaltungskosten auf die Straße gegangen. Kundgebungen gab es nach Angaben von Euronews in Lissabon und Porto, weitere waren in Aveiro, Braga und Funchal geplant. In Porto sollen rund 1.500 Menschen teilgenommen haben. Aufgerufen hatte eine Plattform, deren Name sinngemäß „So kann man nicht mehr leben“ lautet. Die Demonstrierenden kritisierten hohe Mieten und Immobilienpreise, niedrige Löhne, teuren Sprit und die Kosten des täglichen Lebens.
Auf Plakaten stand etwa „Mit diesem Gehalt kann man nicht leben“. „Genug ist genug“, sagte eine Teilnehmerin der Nachrichtenagentur Lusa; sie sei von den jüngsten Protesten in Spanien inspiriert worden. Dort hatte die Räumung der 87-jährigen Maricarmen eine Protestwelle ausgelöst. Nachdem ein Notgesetz zum Wohnen gescheitert war, rief Ministerpräsident Pedro Sánchez eine vorgezogene Wahl für Ende November aus. Eine Reaktion der portugiesischen Regierung wurde zunächst nicht bekannt.
