Nach Explosion: Blue Origin baut Startrampe neu auf – New Glenn soll im Dezember fliegen
Im Mai explodierte Blue Origins Großrakete New Glenn auf der Rampe. Jetzt kommt der Wiederaufbau in Florida voran, Gründer Jeff Bezos peilt den Neustart im Dezember an.

Archivbild · Foto: U.S. Space Force photo by Senior Airman Samuel Becker / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Rund vier Monate nach der Explosion einer New-Glenn-Rakete bei einem Bodentest Ende Mai macht der Wiederaufbau der Startanlage LC-36 in Cape Canaveral Fortschritte. Wie das Fachportal NASASpaceFlight berichtet, wurden die ersten beiden Module des Versorgungsturms wieder aufgestapelt. Die Startbrücke ist wiederhergestellt, Wasserleitungen und das Flutsystem, das den Schub der sieben BE-4-Triebwerke abfangen soll, sind installiert. Bei der Explosion waren unter anderem der Blitzschutzturm und der große Transporter-Aufrichter zerstört worden.
Blue Origin ändert dabei das Verfahren: Statt die Rakete liegend zur Rampe zu bringen, wird sie künftig senkrecht am Turm montiert – ähnlich wie bei SpaceX' Starship. Gründer Jeff Bezos sagte dem Sender Fox News, das Ziel sei eine Rückkehr in den Flugbetrieb im Dezember mit einem Raumfahrzeug vom Typ Blue Ring an Bord; scherzhaft fügte er hinzu, es könne auch der 31. Dezember werden. Langfristig plant das Unternehmen mehrere Startrampen und will die Startfrequenz drastisch erhöhen. Zudem bestätigte Blue-Origin-Chef Dave Limp am 7. Oktober erhebliche Investitionen in die bemannte Raumfahrt.
