Atomic Machines: 250 Millionen Dollar für Mikromaschinen direkt aus Code
Das Start-up des früheren Amazon- und Uber-Managers Jeff Holden zeigt sich nach sechs Jahren erstmals. Sein erstes Produkt ist ein ultraschnelles Stromrelais für KI-Rechenzentren.
Foto: National Institute of Standards and Technology / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
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Das US-Start-up Atomic Machines hat sich nach sechs Jahren im Verborgenen mit 250 Millionen Dollar Kapital an die Öffentlichkeit gewagt. Gründer und Chef ist Jeff Holden, einer der ersten Ingenieure bei Amazon, wo er am Aufbau von Prime mitwirkte, und später erster Produktchef von Uber. Zu den Geldgebern zählen unter anderem Gigafund, Valor Equity Partners, XTX Ventures und die University of California. Eine Bewertung nannte das Unternehmen nicht.
Kern ist eine Anlage, die das Unternehmen „Matter Compiler“ nennt: Sie fertigt winzige Maschinen mit beweglichen Teilen und Strukturen im Bereich weniger Mikrometer direkt aus Software – ohne Gussformen, Masken oder feste Werkzeuge. KI steuert und korrigiert jeden Fertigungsschritt und führt laut Unternehmen eigene Experimente durch. „Der 3D-Druck hat Formen programmierbar gemacht: jede beliebige Geometrie, direkt aus einer Datei. Wir machen Maschinen programmierbar“, sagte Holden.
Erstes Produkt ist das Relais PrimeSwitch PS-150 für Rechenzentren, die auf 800-Volt-Gleichstrom umstellen. Es soll in 50 Mikrosekunden schalten – nach Firmenangaben rund 1000-mal schneller als ein herkömmliches Schütz – und 150 Ampere Dauerstrom tragen. Erste Kunden erhalten Testexemplare, öffentlich vorgestellt wird es auf dem OCP Global Summit in San José vom 12. bis 15. Oktober.
