Cochrane: E-Zigaretten helfen beim Rauchstopp häufiger als Nikotinpflaster
Aktualisierte Übersicht aus 80 Studien mit fast 30.000 Teilnehmenden: Mit regulierten Nikotin-E-Zigaretten schaffen etwa 4 von 100 mehr den Ausstieg. Für illegale Produkte gilt das nicht.

Symbolbild · Foto: TBEC Review / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Regulierte E-Zigaretten mit Nikotin helfen mehr Menschen beim Rauchstopp als Nikotinersatzprodukte wie Pflaster oder Kaugummis. Das zeigt eine aktualisierte Übersichtsarbeit des Forschungsnetzwerks Cochrane in der Cochrane Database of Systematic Reviews. Sie umfasst 80 randomisierte Studien mit 29.861 Teilnehmenden, neun davon kamen in der neuen Fassung hinzu. Die Übersicht wird regelmäßig um neue Daten ergänzt.
Laut den Autoren gibt es Belege hoher Vertrauenswürdigkeit dafür, dass mit E-Zigaretten etwa vier zusätzliche Menschen pro 100 mit dem Rauchen aufhören als mit Nikotinersatztherapie. Im Vergleich zu E-Zigaretten ohne Nikotin sind es etwa zwei pro 100. Auch gegenüber keiner Unterstützung oder reiner Verhaltensberatung schnitten E-Zigaretten besser ab, diese Daten sind aber weniger sicher. Hinweise, dass die Nutzung zum Rauchstopp das Risiko schwerer Schäden erhöht, fanden die Forschenden nicht; Langzeitdaten fehlen jedoch noch.
„Wir haben sehr starke Belege, dass regulierte Nikotin-E-Zigaretten wesentlich weniger schädlich sind als Rauchen“, sagte Seniorautorin Jamie Hartmann-Boyce von der University of Massachusetts Amherst. Die Ergebnisse gelten nur für regulierte nikotinhaltige Produkte; illegale Geräte oder solche mit anderen Stoffen wie THC könnten andere Risiken bergen. „Nikotin-Vapes sind wohl nicht völlig risikofrei, aber weniger schädlich als Rauchen“, sagte Hauptautorin Nicola Lindson von der University of Oxford.
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