US-Wirtschaft vor den Midterms: Rekordgewinne, hohe Preise, hohe Schulden
Einen Monat vor den US-Zwischenwahlen sind die Firmengewinne auf Rekordniveau, die Commerzbank erwartet 2,4 Prozent Wachstum. Der Preis: Zölle, über 40 Billionen Dollar Schulden, sinkende deutsche Exporte.

Symbolbild · Foto: Photograph by Mike Peel (www.mikepeel.net). / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Einen Monat vor den Zwischenwahlen in den USA zeichnen Analysen ein zwiespältiges Bild der Wirtschaft unter Donald Trump. Nach Daten der Commerzbank, die onvista-Kolumnist Heiko Böhmer zitiert, wuchs das US-Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal annualisiert um 1,5 Prozent. Die Bank erwartet für das dritte Quartal rund 4 Prozent und für das Gesamtjahr 2026 ein Plus von 2,4 Prozent. Die Unternehmensgewinne nach Steuern liegen auf Rekordniveau, die Verschuldung der Haushalte ist auf den Stand von 1998 gesunken.
Laut ZDFheute ist der Preis jedoch hoch. Steuersenkungen vor allem für Wohlhabende haben die Bundesschulden auf mehr als 40 Billionen Dollar getrieben, steigende Renditen von US-Anleihen verteuern Kredite weltweit – auch für den Bund. Importeure geben die Zölle an die Verbraucher weiter. Die deutschen Exporte in die USA sanken vom ersten Quartal 2025 bis zum ersten Quartal 2026 um 12 Prozent, die der Autoindustrie um mehr als 28 Prozent.
Auch die Inflation drückt: Seit dem US-Angriff auf Iran ist die Ölversorgung aus Nahost gestört, in Deutschland stieg die Teuerung im September nach vorläufigen Zahlen auf 3,3 Prozent. Die Fed hob den Leitzins im September auf 3,75 bis 4,00 Prozent an, die Commerzbank rechnet im Dezember mit einem weiteren Schritt.
