Angriff auf Flughafen Riad: 12 Tote, 309 Verletzte – Trump erwägt Eingreifen
Beim dritten Angriff binnen einer Woche auf den King-Khalid-Flughafen in Riad sind nach saudischen Angaben zwölf Menschen getötet worden, darunter ein US-Bürger. Der Flugbetrieb ruht.

Archivbild · Foto: Kharbaan Ghaltaan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bei einem Angriff auf den internationalen King-Khalid-Flughafen in der saudischen Hauptstadt Riad sind am Samstag nach Angaben der Zivilluftfahrtbehörde GACA mindestens zwölf Menschen getötet und 309 verletzt worden. Unter den Toten sind demnach vier Saudis, zwei Menschen aus Bangladesch sowie je ein Mensch aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, Palästina und dem Sudan. Einige Verletzte schweben in Lebensgefahr. Der Leiter des Huthi-Medienbüros schrieb auf X, die Miliz habe den Flughafen von Riad „geschlossen“.
Der Flughafen stellte den Betrieb vorübergehend ein, laut FlightAware fielen am Samstag 324 Flüge aus. Die Botschaften der USA, Kanadas, Deutschlands und Spaniens riefen ihre Bürger auf, das Gelände zu meiden. Der Sprecher der saudisch geführten Koalition, Generalmajor Turki al-Malki, sprach von einem „vollumfänglichen Kriegsverbrechen“ und kündigte eine entschlossene Antwort an. Nach Koalitionsangaben schlug zudem ein Geschoss nahe dem Flughafen Dammam ein, eine in Richtung Ostprovinz gestartete Drohne wurde zerstört. Bereits am Donnerstag waren bei einem Angriff auf denselben Flughafen drei Menschen getötet worden, darunter ein Pilot.
US-Präsident Donald Trump sagte, die USA könnten sich den saudischen Angriffen auf die Huthi „möglicherweise“ anschließen und würden schnell entscheiden: „Wir werden es uns ansehen.“ Er will mit Kronprinz Mohammed bin Salman telefonieren. Außenminister Marco Rubio verurteilte die Angriffe „aufs Schärfste“ und sprach von einer „eklatanten Missachtung unschuldigen zivilen Lebens“. Die vom Iran unterstützten Huthi haben den saudischen Luftraum zur Zone militärischer Operationen erklärt, nachdem die jemenitische Regierung am Montag eine Offensive gegen sie begonnen hatte.
