Ray Dalio: Puffer gegen steigende Zinsen schrumpft – US-Rendite über 5,3 Prozent
Bridgewater-Gründer Ray Dalio warnt, dass steigende Anleiherenditen Aktien zunehmend belasten könnten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg in der Spitze über 5,3 Prozent.

Archivbild · Foto: Web Summit / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates, Ray Dalio, hat vor wachsendem Druck durch steigende Anleiherenditen gewarnt. In einem CNBC-Interview in Singapur sagte er, Aktien hätten die höheren Zinsen bislang verkraftet, weil die Unternehmensgewinne stark genug wüchsen. Dieser Puffer schrumpfe jedoch, berichtet onvista.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg in der Spitze auf mehr als 5,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten. Als Gründe gelten höhere Inflationserwartungen, die wachsende US-Verschuldung und der Kapitalbedarf für KI-Rechenzentren. Nach Angaben von Reuters liegen die Renditen in den USA und Frankreich auf 24-Jahres-Hochs; der Abstand zwischen französischen und deutschen zehnjährigen Anleihen beträgt rund 136 Basispunkte nach unter 100 vor einem Monat.
Ob er eine baldige Korrektur an den Börsen erwartet, ließ Dalio offen; die Finanzierungsbedingungen bremsten Kreditvergabe und Konsum noch nicht. Er erwartet aber weitere Ausverkäufe am Anleihemarkt, weil Staaten und Firmen um neues Kapital konkurrieren. „Ich denke, man sollte auf die freien Cashflows achten, nicht nur die Gewinne“, riet er Anlegern.
