Pulew in Sliwen: Bulgarien soll nicht am Rand der EU stehen – Reise nach Washington
Vizepremier Alexander Pulew traf in Sliwen Unternehmer. Er kündigte eine Reise nach Washington mit Fokus Rüstungsindustrie an sowie neue Förderinstrumente der Entwicklungsbank für KMU.

Archivbild · Foto: Georgi Angelov / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bulgariens Vizepremier und Wirtschaftsminister Alexander Pulew hat sich am Samstag in Sliwen mit Unternehmern und Vertretern der Kommunen getroffen. „Wir haben keine Angst, Geschäftsleuten in die Augen zu sehen und Rückmeldungen einzuholen“, sagte er. Die Regierung setze auf eine beschleunigte wirtschaftliche Entwicklung und brauche dafür den ständigen Dialog mit der Industrie.
Pulew berichtete, er habe Wirtschaftsdelegationen nach China und Indonesien geführt; als Nächstes reise er nach Washington, mit Schwerpunkt Rüstungsindustrie. Mit Ministerpräsident Rumen Radew habe er Polen, Belgien, Deutschland und Frankreich besucht. Bulgarien müsse die EU-Politik aktiv mitgestalten, statt an ihrem Rand zu verharren.
Wegen des Kriegs in der Ukraine werde Fracht über den Transkaspischen (Mittleren) Korridor umgeleitet, was den Grenzübergang Kapitan Andreewo belaste. Dort sei der Verkehr zeitweise dichter als an der Grenze zwischen Tijuana und den USA, so Pulew. Sliwen liegt rund 100 Kilometer von dem Übergang und etwa ebenso weit vom Hafen Burgas entfernt. Die Bulgarische Entwicklungsbank arbeitet an neuen Instrumenten für kleine und mittlere Firmen, auch für Agrargenossenschaften; über den Dachfonds Fund of Funds gibt es zudem einen Regionalfonds für Südbulgarien.
