Anthony Vaccarello verlässt Saint Laurent nach zehn Jahren
Kering bestätigt den Abschied des Kreativdirektors; ein Nachfolger soll bald folgen. Saint Laurent ist die letzte große Konzernmarke, die ihren Designer wechselt.
Foto: YanRB / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · Reuters · youtube.com
Der Luxuskonzern Kering hat am Freitag den Abschied von Anthony Vaccarello als Kreativdirektor von Saint Laurent bekanntgegeben. Der 44-jährige Belgier hatte den Posten 2016 als Nachfolger von Hedi Slimane übernommen; seine Frühjahr/Sommer-Kollektion 2027 am 29. September in Paris galt bereits als Abschiedsschau. Ein Nachfolger soll laut Kering bald benannt werden. Kering-Chef Luca de Meo würdigte Vaccarellos „kreative Vision und hohe Ansprüche“.
Unter Vaccarello überschritt der Jahresumsatz der Marke 2023 laut Reuters deutlich die Marke von 3 Milliarden Euro, ehe der Bruttoumsatz 2024 um 9 und 2025 um 6 Prozent zurückging; in diesem Jahr hat er sich laut Kering weitgehend stabilisiert. Analysten von Barclays erwarten, dass sich die neue Kreativspitze auf bislang unterrepräsentierte Bereiche wie Damen-Tagesmode, Herrenmode, hochpreisige Lederwaren sowie China und Asien konzentriert.
Saint Laurent ist nach Gucci, Balenciaga und Bottega Veneta, die im vergangenen Jahr ihre Kreativdirektoren austauschten, die letzte große Kering-Marke mit einem Designerwechsel. De Meo baut den Konzern in der Luxusflaute um; die Kering-Aktie hat laut Reuters seit Jahresbeginn 31 Prozent verloren. Als mögliche Nachfolgerin wird in der Branche Chloé-Kreativdirektorin Chemena Kamali gehandelt, die früher Designdirektorin für Damenmode bei Saint Laurent war – offiziell bestätigt ist das nicht.
