Drohnenangriff im Schwarzen Meer: Radev sieht Indizien für ein Land – aber keine Beweise
Premier Radev spricht von „logischen Voraussetzungen“, die auf ein Land als Quelle der Drohnen deuteten – Beweise gebe es aber nicht. Welches Land er meint, sagte er nicht.

Archivbild · Foto: Elekes Andor / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Ministerpräsident Rumen Radev hat sich am Freitag in Plowdiw zur möglichen Herkunft der Drohnen geäußert, die in der Nacht zum 6. Oktober zwei Handelsschiffe in Bulgariens ausschließlicher Wirtschaftszone im Schwarzen Meer getroffen hatten. Laut der Nachrichtenagentur BTA sagte er, es gebe „logische Voraussetzungen, die auf ein Land als Quelle der Drohnen hindeuten“, aber keine Beweise. Ein Land nannte er nicht.
Verteidigungsminister Dimitar Stojanow erklärte nach Angaben des Senders BNT, es sei „durchaus möglich“, dass die Drohne ukrainisch oder russisch sei. Bei einer Durchsuchung des ausgebrannten Frachters „Able“ hatten Soldaten am Freitag keine Drohnenteile gefunden. Die Marine meldete, das Schiff liege mit einem Leck am Heck stabil etwa 40 Seemeilen vor der Küste, ausgetretenes Öl gebe es nicht; die Fregatte „Verni“ wurde erneut in das Gebiet geschickt.
Radev bestätigte außerdem das Treffen mit Kyrylo Budanow, dem Leiter des Büros des ukrainischen Präsidenten. Es sei auf Wunsch des Gastes zustande gekommen; die Friedensbemühungen der Ukraine verdienten Unterstützung, der Diplomatie müsse voller Raum gegeben werden. Bei dem Angriff war ein unter der Flagge Togos fahrendes Schiff gesunken, von dessen Besatzung bislang niemand gefunden wurde.
Quellen
- BTA, „Има логически предпоставки, които сочат към една страна като източник на дроновете, но нямаме доказателства, каза премиерът Румен Радев“, 09.10.2026
- BNT, „Военнослужещи направиха оглед на кораба "Ейбъл", превозвал е жито, не са открити останки от дронове“, 09.10.2026
- 24 Chasa, „Радев: Няма как да имаме категорични твърдения, след като не бяха открити останки от дроновете“, 09.10.2026
