Tesla streicht „Full Self-Driving“ in Europa – System heißt jetzt „Assisted Driving“
Nach Kritik aus Berlin benennt Tesla sein Fahrassistenzsystem in Europa um. Die EU-weite Zulassung lässt aber weiter auf sich warten – frühestens im Dezember wird abgestimmt.

Symbolbild · Foto: Ogidya / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Tesla hat sein umstrittenes Fahrassistenzpaket „Full Self-Driving“ (FSD) auf seinen europäischen Webseiten umbenannt: Es heißt dort jetzt „Tesla Assisted Driving“. Die bisherige deutsche FSD-Seite leitet laut Electrek auf eine neue Seite „Tesla Assisted Driving“ weiter. In den USA verkauft Tesla die Software weiterhin als „Full Self-Driving (Supervised)“.
Den Anstoß gab das Bundesverkehrsministerium. Es hatte am Dienstag erklärt, der bisherige Name sei irreführend, weil das System nicht die gesamte Fahraufgabe übernehme; der Fahrer müsse jederzeit aufmerksam sein und bleibe voll verantwortlich. Tesla habe den neuen Namen in Gesprächen mit Verkehrsminister Steffen Bilger im September angeboten. Berlin unterstützt die EU-weite Zulassung, wenn das System höchstens zehn Prozent schneller fährt als erlaubt. Tesla-Chef Elon Musk bedankte sich auf X mit „Danke schoen“.
Frankreich und Schweden äußerten Bedenken, weil das System Tempolimits überschreiten kann. Zugelassen ist es bislang in acht EU-Staaten, darunter die Niederlande, Belgien und Dänemark. Die EU-weite Abstimmung wurde von Oktober auf frühestens Dezember verschoben, während einige Länder zusätzliche Tests durchführen.
