Bilderbuch – „∞+1“ im Test: Autotune, Metal-Riffs und Dada-Pop
Das neunte Album der Wiener Band ist ihr erstes ohne Gitarrist Michael Krammer. Der Rolling Stone spricht von einem Meisterwerk, SRF 3 von lustvoller Überforderung.
Foto: Florian Koppe / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video zur Single: YouTube · BILDERBUCH · youtube.com
Single: Push Reality
Bilderbuch haben am 9. Oktober ihr neuntes Studioalbum „∞+1“ (Unendlich plus eins) auf dem bandeigenen Label Maschin veröffentlicht – gut vier Jahre nach „Gelb ist das Feld“. Es ist die erste Platte ohne Gitarrist Michael Krammer, der die Band nach 17 Jahren verlassen hat; seinen Platz hat Uche Yara übernommen. Der Titel spielt laut SRF 3 auf die Flut an Inhalten an, auch an KI-generierten – das „+1“ sei der Beitrag der Band. Die zehn Songs setzen wieder stark auf Autotune.
Rolling-Stone-Kritiker Gunther Reinhardt nennt das Album ein Meisterwerk: Bilderbuch zerlegten Pop mit dadaistischer Absurdität, zwischen Vintage-Synthesizern, Vocoder, Metal-Riffs und Disco-Beats – eine Party, die mit einer Rockhymne endet. SRF 3 hört eine elektronischere, tanzbarere und verzerrtere Platte als zuletzt, deren Reizüberflutung den Druck des modernen Lebens spiegle. MusikBlog findet sie melodischer und zugänglicher als die Vorgänger und empfiehlt sie für die Heavy Rotation.
Sänger Maurice Ernst bezeichnet die Platte laut MusikBlog als eine Art Trennungsalbum. Live sind für 2027 Open-Air-Konzerte angekündigt: am 7. August bei Klassik am Dom in Linz sowie laut FM4 vom 14. bis 16. September dreimal beim Arena Open Air in Wien. Das offizielle Video zu „Push Reality“ ist bereits online.
