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Geheimbesuch: Radew traf Selenskyjs Stabschef Budanow in Sofia

Premier Radew bestätigt das vertrauliche Treffen mit Kyrylo Budanow. Zu den Drohnenangriffen sagt er: Indizien deuten auf ein Land, Beweise gebe es nicht.

Rumen Radew (Archivbild)

Archivbild · Foto: Bulgarian Presidency / Wikimedia Commons, CC BY 2.5 bg (zugeschnitten und skaliert)

Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew hat am 8. Oktober in Sofia Kyrylo Budanow getroffen, den Leiter des Präsidialamts von Wolodymyr Selenskyj. Der Besuch sei auf Wunsch Budanows zustande gekommen und aus Sicherheitsgründen streng vertraulich behandelt worden, teilte der Pressedienst des Ministerrats am Freitag mit. Budanow habe die ukrainischen Vorstellungen zu einer friedlichen Beilegung des Krieges dargelegt. Zuvor hatten Außen- und Verteidigungsministerium erklärt, sie seien über die Visite nicht informiert gewesen; auch Präsidentin Iliana Jotowa traf Budanow nicht.

Am Freitag äußerte sich Radew in Plowdiw am Rande einer Absolventenfeier der Medizinischen Universität. Bemühungen um Frieden in der Ukraine verdienten Unterstützung, das Ende der Kämpfe liege im Interesse ganz Europas, sagte er. Der Diplomatie müsse über alle verfügbaren Kanäle Raum gegeben werden. Die oppositionelle Partei Wasraschdane kündigte eine offizielle Anfrage an die Regierung an: Sie will wissen, warum Budanow in Sofia war und worüber gesprochen wurde. DPS-Chef Deljan Peewski forderte die Regierung auf, Informationen offenzulegen.

Zu den Drohnenangriffen auf zwei Frachter in Bulgariens Wirtschaftszone sagte Radew: „Es gibt logische Voraussetzungen, die auf ein Land hindeuten, aber wir haben keinerlei Beweise.“ Er habe viele Hypothesen gehört, aber keinen einzigen Beweis gesehen. Bulgarische Soldaten, die den Frachter „Able“ inspiziert hatten, fanden keine Drohnenreste. Ein bestimmtes Land nannte Radew nicht.

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