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Razzia gegen mutmaßliche Waffenhändler: Zehn Festnahmen in Deutschland und Spanien

Pistolen aus der Türkei, verkauft in Kölner Cafés und Shisha-Bars? BKA und Polizei Köln schlagen zu – 15 Schusswaffen und Falschgeld sichergestellt.

Bundeskriminalamt in Wiesbaden (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Wo st 01 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Waffen- und Drogenhändler sind in Deutschland und Spanien zehn Verdächtige festgenommen worden. Das teilten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Kölner Polizei am Freitag mit, einen Tag nach den Einsätzen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe vor allem illegal hergestellte Schusswaffen aus der Türkei nach Deutschland geschmuggelt hat. Verkauft worden sein sollen sie über Cafés und Shisha-Bars im Großraum Köln. Grundlage sind zwei parallel geführte, sich überschneidende Ermittlungsverfahren von BKA und Kölner Polizei.

Ins Rollen kam der Fall im Januar 2025: Damals fanden Polizisten in Köln-Mülheim zwölf halbautomatische Waffen in einem Bettkasten – sogenannte Totalfälschungen. Ein Café im Stadtteil soll der zentrale Treffpunkt gewesen sein. „Hier wurden Anbahnungs- und Verkaufsgespräche mit Kunden geführt und die Waffen schließlich an sie übergeben“, sagte Kriminaldirektor Michael Esser. Im Zusammenhang mit dem Café sollen auch Cannabis und Kokain den Besitzer gewechselt haben; die Stadt hat das Café geschlossen. Den Preis pro Waffe schätzt Esser auf jeweils etwa 3.000 Euro.

Im Kölner Verfahren wird gegen 16 Beschuldigte im Alter von 17 bis 50 Jahren ermittelt. Durchsucht wurde in Köln, Wipperfürth, Erftstadt und Sinzig; sichergestellt wurden 15 Schusswaffen und 2.800 Euro Falschgeld. Ob die Festgenommenen oder ihre Waffen mit den Schüssen auf Gebäude und Menschen zu tun haben, die Köln in den vergangenen Monaten beunruhigt hatten, wird noch geprüft. „Waffenverfügbarkeit führt auch dazu, dass Waffen eingesetzt werden“, sagte Esser. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

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