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Panzerprojekt MGCS: Pistorius widerspricht Paris – „Es ist nicht tot“

Nach Berichten über einen deutschen Ausstieg halten Berlin und Paris am Kampfpanzer der Zukunft fest – womöglich aber nur noch als vernetzte Lösung zweier nationaler Modelle.

Boris Pistorius (Archivbild)

Archivbild · Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Deutschland und Frankreich wollen das gemeinsame Panzerprojekt MGCS (Main Ground Combat System) fortführen. Das sagten Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und seine französische Amtskollegin Catherine Vautrin am Freitag bei einem Firmenbesuch in Bordeaux. „Das Projekt MGCS ist nicht beendet, es ist nicht tot“, sagte Pistorius. Es sei „komplett ungefährdet“ und für beide Länder ein wichtiges Zukunftsvorhaben. Auch Vautrin erklärte, das Projekt bleibe aktuell.

Auslöser der Debatte war Frankreichs Generalstabschef Fabien Mandon. Er hatte am Donnerstag bei einer Anhörung im Parlament gesagt, „die Deutschen beschlossen haben, sich aus dem Projekt zurückzuziehen“. Der französische Generalstab stellte danach klar, das Programm sei zeitlich verschoben, werde aber fortgesetzt. Beide Länder sollen zunächst eigene Übergangsnachfolger für den Leopard 2 und den Leclerc entwickeln.

Offen ließen die Minister, ob am Ende noch ein gemeinsamer Panzer steht oder nur ein deutsches und ein französisches Modell miteinander vernetzt werden – eine deutlich abgespeckte Variante. Der Schwerpunkt soll laut Generalstab auf Vernetzung, kooperativem Kampf, Automatisierung und Robotik liegen. Das Volumen von MGCS wird auf rund 100 Milliarden Euro geschätzt. Das Kampfjetprojekt FCAS war bereits im Sommer auf die Vernetzung getrennter Waffensysteme zurückgestutzt worden.

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