Comme des Garçons: Rei Kawakubo krönt aufgeblähte Jeans-Silhouetten
In Paris zeigte Rei Kawakubo für Frühjahr/Sommer 2027 wattierte Ballon-Formen aus Denim, Fransen und Federn – jedes Model trug eine Imitations-Krone. Kopfschmuck als Statement.

Archivbild · Foto: Gunnar Klack / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Comme des Garçons hat am 3. Oktober während der Pariser Modewoche die Kollektion für Frühjahr/Sommer 2027 gezeigt. Designerin Rei Kawakubo setzte auf kugelige, mit Watte ausgestopfte Silhouetten, die die Models laut AnOther Magazine wie abstrakte Figuren im Stil Heinrichs VIII. wirken ließen. Hauptmaterial war Denim, kombiniert mit Quasten, Bouillon-Fransen, Federn und Pelz.
Auffälligstes Element war der Kopfschmuck: Jedes Model trug eine Krone aus Tombak, die Kritiker Alexander Fury als Imitation imperialer Originale beschreibt. Das Runway Magazine deutet die Kronen als zweite Silhouette über dem Körper und als zeremonielle Referenz. Als Leitgedanken nennt AnOther das Motto „Wenn königliches Leben und Alltag eins werden“; Kawakubo selbst erläuterte die Kollektion nicht weiter.
Zum Auftakt zeigte ein Look dunklen Denim in gerundeter, vergrößerter Form, aus dessen Rissen rote Rüschen quollen. Am Ende standen vier überdimensionierte Jeans, darunter eine mit Paniers, die Fury „Versailles trotzend“ nennt. Kleinere Versionen tauchten wenige Tage später im Showroom auf.
