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Modehaus Keller-Warth aus Biberach stellt nach 162 Jahren Insolvenzantrag

Das Familienunternehmen mit 14 Filialen in Süddeutschland und knapp 90 Beschäftigten hat beim Amtsgericht Ravensburg Insolvenz beantragt. Die Geschäfte bleiben vorerst geöffnet.

Marktplatz in Biberach an der Riß (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Asurnipal / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Modehaus Keller-Warth GmbH aus Biberach an der Riß hat beim Amtsgericht Ravensburg einen Insolvenzantrag gestellt. Das 1864 gegründete Familienunternehmen betreibt 14 Warth-Geschäfte an sieben Standorten, darunter Biberach, Ravensburg, Laupheim, Überlingen, Freiburg und Oberjoch im Allgäu. Betroffen sind knapp 90 Beschäftigte, die am Montag informiert wurden.

Als Gründe nennt das Unternehmen die Folgen der pandemiebedingten Schließungen, sinkende Besucherzahlen in den Innenstädten und gestiegene Kosten. „Die Marktbedingungen im stationären Modehandel haben sich grundlegend verändert – und darauf müssen auch wir reagieren“, sagte Geschäftsführer Günter Warth, der das Haus in fünfter Generation führt, der „Bild“.

Das Gericht bestellte den Ulmer Rechtsanwalt Michael Winterhoff zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Alle Filialen bleiben zunächst geöffnet, der Geschäftsbetrieb läuft weiter. „Die Marke Warth wird so schnell nicht aus der Region verschwinden“, sagte Winterhoff der Schwäbischen Zeitung.

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