Sánchez startet Wahlkampf in Spanien – Wohnungsnot im Mittelpunkt
Der Regierungschef trat in Dos Hermanas vor mehr als 5.000 Menschen auf und würdigte die Symbolfigur der Wohnungsproteste, Maricarmen Abascal. Feijóo startete in Madrid. Gewählt wird am 29. November.

Archivbild · Foto: Zarateman / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Samstag seinen Wahlkampf für die vorgezogene Parlamentswahl am 29. November in Dos Hermanas bei Sevilla vor mehr als 5.000 Menschen eröffnet. Die Stadt ist die größte in Andalusien, in der die Sozialisten (PSOE) nach der jüngsten Regionalwahl weiter regieren. Dort hatte Sánchez auch seine Kampagnen 2019 und 2023 begonnen. Die Partei kommt aus einer Reihe von Niederlagen – bei der Andalusien-Wahl 2022, den Kommunal- und Parlamentswahlen 2023, der Europawahl 2024 und der Andalusien-Wahl Anfang dieses Jahres.
Sánchez würdigte die 87-jährige Maricarmen Abascal, Symbolfigur der spanischen Wohnungsproteste. Die soziale Sache „trägt den Namen einer 87-jährigen Frau“, sagte er. Seinen Gegnern warf er vor, seit acht Jahren „Botschaften der Angst“ zu verbreiten, und beschrieb die Wahl gegenüber der Volkspartei (PP) als „susto o muerte“ („Schreck oder Tod“): In der Opposition beleidige sie, in der Regierung kürze sie.
PP-Chef Alberto Núñez Feijóo eröffnete am selben Tag seinen Vorwahlkampf in Madrid und griff Sánchez an; er selbst komme aus dem Management. Laut Euronews sind 2.769.645 im Ausland lebende Spanier zur Wahl aufgerufen – mehr als 19 Prozent mehr als 2023. Seit 2023 ist das Wählerverzeichnis um 1,26 Millionen Menschen gewachsen.
