Drittes Yandex-Rechenzentrum in vier Tagen getroffen – Cloud im Notbetrieb
Nach einem nächtlichen Drohnenangriff steht Yandex' Rechenzentrum in Wladimir still. Gestört sind laut Berichten über 80 Cloud-Dienste, auch Sprachassistentin Alice.

Archivbild · Foto: WikiFido / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
In der Nacht zu Sonntag ist das Rechenzentrum des russischen Tech-Konzerns Yandex in Wladimir östlich von Moskau bei einem Drohnenangriff beschädigt worden. Nach Angaben des Unternehmens wurde der Betrieb vollständig eingestellt, verletzt wurde niemand. Die verbleibenden Ressourcen seien instabil, die Plattform laufe im Notbetrieb, meldete Yandex Cloud laut TASS.
Betroffen ist die Cloud-Zone ru-central1-a. Beobachtungskanäle berichten von Störungen bei mehr als 80 Cloud-Diensten – von Datenbanken bis zur Schnittstelle des Sprachmodells YandexGPT – sowie bei Sprachassistentin Alice, Yandex Music und dem Videodienst Telemost. Gouverneur Alexander Awdejew bestätigte einen Brand; zwei Umspannwerke fielen aus, rund 5.000 Menschen hatten keinen Strom.
Es ist bereits der dritte gemeldete Angriff auf ein großes Yandex-Rechenzentrum seit Donnerstag – nach Sassowo (Region Rjasan) und der Region Kaluga. Wer hinter dem Angriff in Wladimir steckt, ist offiziell nicht bestätigt. Präsident Selenskyj hatte am Freitag einen Schlag gegen ein russisches Rechenzentrum als „symmetrische Antwort“ auf Angriffe auf ukrainische Digitalinfrastruktur bezeichnet.
Quellen
- TASS, „Yandex's data center in Vladimir suspended after drone attack“, 11.10.2026
- The New Voice of Ukraine, „Drone attack shuts down Yandex data center in Vladimir, disrupts cloud services“, 11.10.2026
- UNITED24 Media, „Russia's Yandex Under Fire as Drones Hit Third Data Center in Four Days“, 11.10.2026
