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EU-Haushalt: Ratsvorsitz bleibt bei 1,83 Billionen – Konfrontation mit Merz

Irland will den EU-Haushalt 2028–2034 nur um rund 159 Milliarden Euro kürzen. Deutschland und andere Nettozahler fordern deutlich mehr. Ein schneller Durchbruch gilt als höchst zweifelhaft.

Titelgrafik: EU-Haushalt

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Die irische EU-Ratspräsidentschaft hält an ihrem Kompromissvorschlag für den nächsten langfristigen EU-Haushalt fest: rund 1,826 Billionen Euro für 2028 bis 2034, etwa 159 Milliarden weniger als von der EU-Kommission geplant. Die Verteilung der Kürzungen entspricht nicht den Vorstellungen der Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz; Deutschland, die Niederlande, Schweden und Österreich hatten Kürzungen von mehreren Hundert Milliarden Euro verlangt.

Gekürzt würde vor allem bei Wettbewerbsfähigkeit, Forschung, Verteidigung sowie Außen- und Entwicklungspolitik, während Agrar- und Kohäsionsmittel weitgehend verschont blieben. „Niemand wird alles bekommen, was er wollte“, sagte Irlands Europa-Staatsminister Thomas Byrne. Ein EU-Diplomat forderte „mehr finanzielle Realitätsnähe und weniger finanzielles La-La-Land“.

Deutschland zahlte 2025 nach dpa-Angaben netto rund 21,8 Milliarden Euro an die EU. Das Thema steht beim EU-Gipfel am kommenden Donnerstag und Freitag in Brüssel auf der Tagesordnung.

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