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Essen mit der AfD im „Compact“-Studio: BSW-Chef De Masi geht auf Distanz

Alle fünf BSW-Landtagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt waren bei der Eröffnung eines TV-Studios des rechtsradikalen „Compact“-Magazins – gemeinsam mit AfD-Politikern.

Symbolbild: Das Landtagsgebäude von Sachsen-Anhalt am Domplatz in Magdeburg

Symbolbild · Foto: FalkoMD / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Das rechtsradikale Magazin „Compact“ hat am 8. Oktober in Magdeburg ein neues TV-Studio eröffnet. Unter den Gästen waren laut t-online AfD-Landtagspräsident Tobias Rausch, AfD-Fraktionschef Oliver Kirchner sowie alle fünf Abgeordneten der BSW-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, darunter die Fraktionsspitze Claudia Wittig und Thomas Schulze. Fotos zeigen sie beim gemeinsamen Essen.

BSW-Bundeschef Fabio De Masi kritisierte den Abend auf X. Die AfD sei „politischer Gegner“ seiner Partei, es dürfe „nicht der Eindruck der Kumpanei oder einer privilegierten Partnerschaft entstehen“. Das BSW wolle eine Reform des Rundfunks, „aber kein AfD TV“. Wittig entgegnete: „Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten können zusammen essen und auch ein Glas Wein zusammen trinken.“ Der Politologe Johannes Varwick, Mitglied der BSW-Grundwertekommission, schrieb: „Ich distanziere mich von diesem abstoßenden Gemeinmachen des BSW in Sachsen-Anhalt“.

„Compact“ war 2024 von der damaligen Innenministerin Nancy Faeser verboten worden; das Bundesverwaltungsgericht hob das Verbot ein Jahr später auf. BSW-Abgeordnete hatten Rausch zum Landtagspräsidenten mitgewählt. Bei der anstehenden Ministerpräsidentenwahl will sich das BSW enthalten – das könnte AfD-Kandidat Ulrich Siegmund den Weg ebnen, falls CDU-Abgeordnete für ihn stimmen.

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