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Microsoft bringt Decision-1: KI-Modell, das nur entscheidet statt zu schreiben

Das kleine Modell vergibt Wahrscheinlichkeiten für feste Antwortoptionen und kostet fast nichts. Auch OpenAI setzt mit seiner Decisions API auf diese neue Modellklasse.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Brian Smale and Microsoft / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · OpenAI · youtube.com

Microsoft hat am 9. Oktober „Microsoft-Decision-1“ vorgestellt, ein Modell für schnelle Entscheidungen. Statt freien Text zu erzeugen, erhält es eine feste Auswahl an Optionen – etwa Ja/Nein, Mehrfachauswahl oder Bewertungen – und gibt für jede eine kalibrierte Wahrscheinlichkeit zurück. Gedacht ist es für Aufgaben wie das Weiterleiten von Anfragen, Klassifizieren, Prüfen von Ergebnissen und die Kontrolle von KI-Agenten. Grundlage ist das offene Modell Qwen3.5-9B von Alibaba, das Microsoft nachtrainiert hat.

Nach Microsofts eigenen Tests erreichte Decision-1 in einem Vergleich über 36 Benchmarks mit fast 150.000 Fragen die höchste Genauigkeit und war 35-mal schneller als OpenAIs GPT-6 Sol. Bei Xbox Research ordnete es mehr als 10.000 Rückmeldungen von Spielern zu – laut Microsoft in vergleichbarer Qualität wie GPT-6 Sol, aber mehr als 14-mal schneller und 200-mal günstiger. Das Modell ist im Cloud-Dienst Microsoft Foundry verfügbar und kostet 0,042 Dollar pro Million Eingabe-Tokens; die Ausgabe ist kostenlos.

Damit wächst eine neue Modellklasse: OpenAI bietet seine Decisions API auf Basis von GPT-6 Luna seit dem 6. Oktober allen Entwicklern als öffentliche Beta an. Sie soll bis zu zehnmal schneller antworten als GPT-6 Luna über die normale Responses-API und kostet 0,10 Dollar pro Million Eingabe-Tokens, ebenfalls ohne Gebühr für die Ausgabe.

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