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Lenkrad zum Drücken: Fahrer verhandeln mit der Automatik über die Fahrtrichtung

Forschende der University of Michigan haben ein Lenkrad mit zwei aufblasbaren Zonen entwickelt. Es zeigt, wohin das teilautonome System lenken will – und der Fahrer kann per Druck widersprechen.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Video: YouTube · Michigan Engineering · youtube.com

Ein Team der University of Michigan hat ein Lenkrad entwickelt, über das Mensch und Fahrautomatik miteinander „verhandeln“ können. Auf der Position 10 Uhr und 2 Uhr sitzen zwei aufblasbare Zonen. Will das System nach links oder rechts abbiegen, bläht es die entsprechende Zone auf. Ist der Fahrer anderer Meinung, drückt er die Zone zusammen; besteht die Automatik auf ihrem Plan, signalisiert das Lenkrad dies durch Pulsieren. Taucht ein Hindernis auf, pulsiert das Lenkrad auf dessen Seite.

Getestet wurde das System in einem Fahrsimulator mit drei Bildschirmen. Im Vergleich zu Varianten ohne Information oder mit reiner Absichtsanzeige fuhren die Teilnehmenden laut den Forschenden präzisere und gleichmäßigere Bahnen, kämpften seltener gegen die Automatik an und bremsten weniger. Sie empfanden die Fahrt als weniger anstrengend und frustrierend, und ihr Vertrauen erholte sich nach Fehlern der Automatik schneller. Manche wurden allerdings zu vertrauensselig – das will das Team weiter untersuchen.

Die Studie erschien im Fachjournal Human Factors und wurde vom Toyota Research Institute finanziert. Erstautorin ist die Robotik-Doktorandin Hannah Báez, Seniorautor ist Robotik-Professor Brent Gillespie. Die Technik ist patentiert; das Team sucht Partner, um sie auf den Markt zu bringen.

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