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Rubin-Observatorium entdeckt zwei große Asteroiden, die sich in Minuten drehen

Ein rund 2,5 Kilometer großer Brocken dreht sich in gut vier Minuten einmal um sich selbst – Rekord für seine Größe, so eine noch nicht begutachtete Studie.

Archivbild: Das Vera-C.-Rubin-Observatorium auf dem verschneiten Cerro Pachón in Chile

Archivbild · Foto: NOIRLab/NSF/AURA/C. Corco / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Daten des neuen Vera-C.-Rubin-Observatoriums in Chile zeigen zwei ungewöhnlich schnell rotierende Asteroiden im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter. Der Asteroid 491384 misst etwa 2,53 Kilometer und dreht sich in rund 4,18 Minuten einmal um seine Achse. Nach Angaben eines Teams um Dmitrii Vavilov von der University of Washington in Seattle ist er damit der größte bekannte Asteroid mit einer Rotationsdauer unter fünf Minuten. Der zweite, 566130, ist etwa 1,99 Kilometer groß und braucht 5,34 Minuten.

Asteroiden, die größer als etwa 150 Meter sind, benötigen üblicherweise mindestens 2,2 Stunden für eine Umdrehung. Lose Geröllhaufen, die nur die Schwerkraft zusammenhält, würden bei höherem Tempo auseinanderfliegen. Das Team errechnet daher eine innere Festigkeit von etwa 2,3 beziehungsweise 0,9 Megapascal – das Material müsse ungewöhnlich fest zusammenhalten.

Ausgewertet wurden 9.417 Asteroiden mit jeweils mindestens 80 Helligkeitsmessungen aus der Zeit von April 2025 bis Januar 2026. Die Studie ist bislang nur als Preprint auf arXiv erschienen und nicht begutachtet. Die Durchmesser wurden aus der Helligkeit abgeleitet, nicht direkt gemessen; die Forscher empfehlen gezielte Nachbeobachtungen.

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