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Gefährliche Folie: TUM zeigt, wie Mikroprismen autonome Fahrzeuge in die Irre führen

Eine unauffällige Folie mit Mikroprismen auf Kamera oder Lidar kann selbstfahrende Fahrzeuge Objekte und Spuren falsch verorten lassen. Forschende der TU München arbeiten an Gegenmaßnahmen.

Symbolbild: Lidar-Sensor auf dem Dach eines autonomen Versuchsfahrzeugs (Archivbild)

Symbolbild · Foto: Steve Jurvetson / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Forschende der Technischen Universität München (TUM) untersuchen, wie sich die Sensoren autonomer Fahrzeuge manipulieren lassen – und wie man sie davor schützt. Eine der untersuchten Angriffsmethoden ist eine Folie aus Polycarbonat mit mikroskopisch kleinen, asymmetrischen Prismenstrukturen, die unauffällig auf einer Kamera oder einem Lidar-Sensor angebracht wird. Sie lenkt das Licht um 20 Grad ab.

Das Fahrzeug erkennt Objekte und Fahrspuren dann zwar weiterhin, verortet sie aber weiter links oder rechts, als sie tatsächlich sind. Beträgt die Verschiebung mehr als einen Meter, kann das laut TUM zu Fehlentscheidungen führen – etwa dazu, in den Gegenverkehr zu fahren. Getestet werden solche Angriffe zunächst in digitalen Zwillingen und anschließend in kontrollierter Umgebung mit dem TUM-Forschungsfahrzeug EDGAR.

Die Arbeit über diese sogenannten Perspektivverschiebungs-Angriffe wurde auf dem Symposium VehicleSec '26 der Informatikvereinigung USENIX vorgestellt und mit einem Best Paper Award ausgezeichnet. Das Team um Prof. Sebastian Steinhorst und Gruppenleiter Mohammad Hamad entwickelt Methoden, mit denen Fahrzeuge solche Manipulationen erkennen. Langfristig sollen sie Risiken selbst bemerken, sicher anhalten und melden, dass ihre Sensoren gestört sind – möglichst schon vor Fahrtbeginn.

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